MCSM

Wenn man mit Freunden Minecraft spielt, ist man schnell derjenige, der den Server hostet. Bei mir war das nicht anders – und es lief jedes Mal auf das Gleiche hinaus: per SSH einloggen, server.properties von Hand editieren, Versionen und Mods jonglieren und bei jedem neuen Modpack wieder von vorne anfangen.

Irgendwann hatte ich genug davon und wollte einfach ein Dashboard, in dem ich einen Server in ein paar Klicks aufsetze und verwalte. Genau das ist MCSM geworden.

MCSM ist eine selbst-hostbare Web-App, die einen durch einen kleinen Wizard führt – Server-Typ, Version, Arbeitsspeicher, Welt-Einstellungen, MOTD und Operatoren – und den Server anschließend als Docker-Container provisioniert. Um das Routing kümmert sich Infrarust: Es erkennt jeden Server automatisch an seinen Docker-Labels, sodass es keine Proxy-Configs mehr zu pflegen gibt.

Alles aus dem Browser

Jeder Server bekommt im Dashboard seine eigenen Seiten – von Overview über Configuration, Players und Backups bis zur Map. Server lassen sich anlegen, starten, stoppen und bearbeiten, ohne den Server-Typ jemals im Terminal anzufassen.

Besonders viel Zeit habe ich in die Details gesteckt, die das Hosten sonst nervig machen:

  • Login mit Passkeys – Dashboard und API liegen hinter einem Login mit Passwort, Passkeys (WebAuthn) und „Sign in with Microsoft".
  • Server-Vorschau wie im Spiel – man sieht seinen Server genau so, wie ihn Spieler sehen: Icon, live MOTD, Spielerzahl und Ping, gerendert in der Minecraft-Schrift.
  • Mods & Plugins – eigene .jar-Dateien hochladen oder direkt über den eingebauten Modrinth-Browser passende Builds finden und mit einem Klick installieren – inklusive „Update verfügbar"-Badge per SHA-1-Hash.
  • Config-Editor mit Schutz – Plugin- und Server-Configs werden in einem Monaco-Editor bearbeitet, mit serverseitiger YAML/JSON-Validierung, damit ein Tippfehler den Server nicht lahmlegt.
  • World-Backups – die komplette Welt mit einem Klick als Snapshot sichern, herunterladen oder wiederherstellen.

Der MOTD-Editor zum Ausprobieren

Das Herzstück der Konfiguration ist der MOTD-Editor. Im echten MCSM ist es ein Rich-Text-Editor, der die klassischen §-Codes liest und schreibt – inklusive 1.16+ Hex-Farben und animiertem §k-Text. Probier ihn direkt hier aus: tippe oder nutze die Toolbar und sieh live, wie dein Server in der Multiplayer-Liste aussieht.

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Live preview — exactly what players see

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My Awesome Server7/20
My Awesome Server [1.21]
Skyblock | AA Mini-games AA

Live-Console und Analytics

Über eine eingebaute xterm.js-Console streame ich die Server-Logs live und schicke Befehle per RCON – direkt aus dem Dashboard. Dazu werden im Minutentakt CPU, RAM, Netzwerk, Ping und Spielerzahl gesampled und über 1-Stunden-, 24-Stunden- und 7-Tage-Zeiträume in Charts dargestellt.

Map & World-Pregeneration

Chunks lassen sich mit Chunky vorab generieren und dabei live auf einer Karte beobachten. Optional blendet MCSM eine interaktive BlueMap-3D-Weltkarte ein – automatisch installiert und über eine eigene Domain unter /map/<server>/ ausgeliefert, ganz ohne zusätzliche Ports oder DNS-Einträge.

MCSM ist nach wie vor ein Work-in-Progress-Projekt, an dem ich immer mal wieder weiterbaue – aber meine Minecraft-Server fasse ich seitdem nicht mehr über SSH an.

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